Versandkostenfrei ab 50 €Erntefrisch alle 2–3 TageAbholung im Schlosspark Dennenlohe
Ratgeber · Lesezeit 4 Min.

Sphagnum Moos pflegen und vermehren

Lebendes Sphagnum Moos mit Wassertropfen

Lebendes Sphagnum ist anspruchsloser, als viele denken. Es braucht keine Erde und keinen Dünger – nur drei Dinge müssen stimmen: das Wasser, das Licht und die Feuchtigkeit.

Das Wichtigste zuerst: kalkarmes Wasser

Torfmoose wachsen in der Natur in nährstoffarmen, sauren Mooren, die fast nur von Regen gespeist werden. Hartes Leitungswasser vertragen sie auf Dauer schlecht: Der Kalk lagert sich ab, das Moos wird braun und stellt das Wachstum ein.

  • Ideal: Regenwasser.
  • Gut: destilliertes Wasser oder Osmosewasser.
  • Nur im Notfall: sehr weiches Leitungswasser.

Gedüngt wird Sphagnum nicht. Nährstoffe fördern Algen und verdrängen das Moos.

Licht: hell, aber nicht gebraten

Im Freiland steht unser Moos sonnig – dort ist es aber ständig nass und die Luft bewegt sich. Hinter Glas wird es in praller Mittagssonne schnell zu heiß. Ein heller Platz mit Morgen- oder Abendsonne ist drinnen ideal. Je mehr Licht, desto kompakter der Wuchs und desto eher zeigen bunte Sorten ihre Rottöne.

Feuchtigkeit: nass ist richtig

Sphagnum darf nie ganz austrocknen. Am einfachsten ist die Anstaumethode: Das Gefäß steht in einem Untersetzer mit ein bis zwei Zentimetern Wasser. Im Terrarium reicht regelmäßiges Sprühen. Trocknet das Moos doch einmal an, erholt es sich oft wieder – die Köpfchen werden hell und papierartig und ergrünen nach gründlichem Wässern.

Sphagnum vermehren

Torfmoos wächst an der Spitze weiter, während der untere Teil langsam abstirbt. Das macht die Vermehrung einfach:

  1. Eine flache Schale mit getrocknetem Sphagnum oder ungedüngtem Weißtorf füllen und gut durchfeuchten.
  2. Lebende Moosstücke in zwei bis drei Zentimeter lange Abschnitte teilen oder ganze Köpfchen abzupfen.
  3. Die Stücke locker auf der Oberfläche verteilen und leicht andrücken.
  4. Schale hell stellen und mit einer durchsichtigen Haube oder Folie abdecken, täglich kurz lüften.

Nach einigen Wochen bilden sich neue Köpfchen. Aus einer Handvoll wird so über eine Saison eine geschlossene Fläche.

Häufige Probleme

  • Braune Spitzen: meist zu hartes Wasser oder zu trocken.
  • Grüner Algenfilm: zu viele Nährstoffe oder zu wenig Luftbewegung.
  • Lange, dünne Triebe: zu wenig Licht.