Krebsschere im Gartenteich: Einsetzen, Überwintern, Ausdünnen

Die Krebsschere ist eine heimische Schwimmpflanze mit einem ungewöhnlichen Jahreslauf: Im Sommer schwimmt sie an der Oberfläche, im Winter ruht sie am Grund. Wer das weiß, hat mit ihr eine der pflegeleichtesten Teichpflanzen überhaupt.
Was die Krebsschere im Teich leistet
Die Pflanze nimmt Nährstoffe über Wurzeln und Blätter direkt aus dem Wasser auf – vor allem Phosphat und Nitrat. Was sie bindet, steht Faden- und Schwebealgen nicht mehr zur Verfügung. Zusätzlich beschatten die Rosetten die Wasseroberfläche. Für die Tierwelt ist sie ebenfalls wertvoll: Die seltene Libellenart Grüne Mosaikjungfer legt ihre Eier nur an Krebsscheren ab.
Richtig einsetzen
- Die Pflanze einfach lose ins Wasser setzen. Sie wird nicht eingepflanzt.
- Ein sonniger bis halbschattiger, ruhiger Bereich ist ideal – nicht direkt am Bachlauf oder Skimmer.
- Frisch eingesetzte Pflanzen kippen manchmal oder tauchen kurz ab. Das gibt sich nach einigen Tagen.
Wie tief muss der Teich sein?
Empfehlenswert sind mindestens 60 bis 80 cm Wassertiefe an der tiefsten Stelle. So kann die Pflanze im Winter unter der Eisschicht am Boden ruhen. In sehr flachen Teichen, die durchfrieren, überlebt sie nicht zuverlässig.
Warum sie im Herbst absinkt
Im Spätherbst bildet die Krebsschere Winterknospen, lagert Stärke ein und wird schwerer als Wasser. Sie sinkt auf den Grund und überdauert dort frostgeschützt. Im Frühjahr wachsen neue, luftgefüllte Blätter – die Rosette steigt wieder auf. Wenn Ihre Pflanzen im November verschwunden sind, ist also alles in Ordnung.
Vermehrung und Ausdünnen
Bei gutem Nährstoffangebot bildet die Krebsschere Ausläufer mit Tochterpflanzen. Wird der Teppich zu dicht, nehmen Sie im Hochsommer einfach einige Rosetten mit dem Kescher heraus. Tragen Sie dabei Handschuhe: Die Blattränder sind scharf gezähnt.
Wenn sie nicht wächst
- Sehr hartes, kalkreiches Wasser mag die Krebsschere nicht. Regenwasser zum Nachfüllen hilft.
- Zu viele Fische, besonders große Koi, fressen die jungen Triebe an.
- Zu wenig Nährstoffe in frisch angelegten Teichen bremsen das Wachstum – Geduld zahlt sich aus.





